Überall soll an Schulen WLAN installiert werden, damit Unterricht über Tablets und Smartphones gehalten werden kann. Doch WLAN ist hoch gesundheitsschädlich, das weisen drei große Überblicksstudien (Reviews) nach. Deshalb bitten wir alle Elternbeiräte in Stuttgart, zu fordern, dass über diese Studienlage diskutiert wird und ohne Zustimmung der Eltern kein WLAN installiert werden darf.

Digitale Medien sind Hilfsmittel. Für den Unterricht und das Erlernen des Umgangs mit dem PC sollten verkabelte Computer und Computer-Räume beibehalten werden. Gefordert werden muss zudem, dass alle Tablets über einen Kabelanschluss verfügen. Wenn Schulen und Kultusministerien den Kabelanschluss zur Bedingung für die Schulzulassung machen, wird die Industrie dem nachkommen. WLAN ist für den Unterricht mit digitalen Medien nicht notwendig. Filme schneiden, Musiktracks herstellen, Versuche auswerten, Fotobearbeitungen, Schülerzeitungen Lay-Outen, all das kann wie bisher an verkabelten Computern durchgeführt werden. Und: Eine neue kabellose Technik, die Visible Light Communication (VLC), ist in der Erprobung. Die Datenübertragung erfolgt über die LED-Raumbeleuch­tung. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist sie nicht gesundheitsschädlich, da unser Körper an die Lichtstrahlung adaptiert ist. Am Hegel-Gymnasium Stuttgart wurde im November 2017 der erste VLC-Klassenraum, gefördert von der Stadt Stuttgart, eingeweiht. Das Heinrich-Hertz-Institut Berlin erhofft sich dadurch einen Sprung zur Serienreife. Unser Ratschlag: Schulen und Kommunen erklären sich bereit, sich mit einem weiteren VLC-Pro­jekt an diesem technischen Fortschritt zu beteiligen oder warten ab, bis VLC in Serie geht. Je mehr Schulen dieses Projekt unterstützen, desto schneller ist VLC am Markt.

Forschung: Negative Auswirkungen auf Denken und Aufmerksamkeit

1. Die Zeitschrift umwelt-medizin-gesellschaft 1/2018 veröffentlicht den Studienüberblick (Review) „Biologische und pathologische Wirkungen der 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten“, verfasst von Dipl. Biol. Isabel Wilke, Redakteurin des ElektrosmogReports. Der Review dokumentiert mehr als 100 Studien, die Gesundheitsrisiken der Trägerfrequenz 2,45 GHz und der gepulsten Variante WLAN nachweisen. Die Studienergebnisse zu den Risiken sind so brisant, dass sie nicht nur eine Vorsorgepolitik, sondern eine Gefahrenabwehr u.a. mit der Konsequenz erfordern: Kein WLAN an Schulen!

Der Review  dokumentiert schädigende Wirkungen auf das EEG und Gehirnfunktionen (12 Studien), auf  die Frucht­­­barkeit (18 Studien), die DNA und die Krebsentwicklung (29 Studien), auf das Herz (5 Studien), die Schilddrüse (3), die Genexpression (5),die  Apoptose (9),die Leber (4) und das Zellwachstum (4). 41 Studien weisen als Schädigungsmechanismus oxidativen Zellstress nach, 22 Studien negative Wirkungen auf  Kognition, Lernen, Aufmerk­samkeit  und Verhalten. Dieser Review zeigt, dass enorm viele Studien Auswirkungen auf Gehirnfunktionen und damit unmittelbare negative Wirkungen auf Lernen und Verhalten nachweisen.

WILKE  I (2018): Biologische und pathologische Wirkungen der Strahlung von 2,45 GHz auf Zellen, Fruchtbarkeit, Gehirn und Verhalten. Review: umwelt ・ medizin ・ gesellschaft 2018 Feb 31(1).

Die Studie kann im Online-Shop bei diagnose:funk bestellt werden.

https://shop.diagnose-funk.org/WLAN-Info-Paket  

Leseprobe: Wilke_Review_WLAN_180220_Leseprobe

2. Der US-Wissenschaftler Prof. Martin Pall legte 2018 in der Zeitschrift `Environmental Research´ einen Review zu WLAN vor, der nachweist, „dass gepulste und dazu polarisierte Strahlung stärkere biologische Wirkung hat, die Dosis-Reaktion oft sowohl nicht-linear als auch nicht-monoton ist, die EMF-Wirkungen oft kumulativ und irreversibel sind, WLAN und andere EMFs besonders schädlich für junge Menschen sein können.“ (ElektrosmogReport 4/2018)

Pall ML (2018): Wi-Fi is an important threat to human health. Environmental Research 164, 405–416. Ausführliche Rezension im ElektrosmogReport April 2018.                                                                                             Download: Pall_WiFi_2018

3. Bereits 2014 wurde im Springer-Reference-Book  „Systems Biology of Free Radicals and Antioxidants“, also auf hoher wissenschaftlicher Ebene, die Metastudie von Naziroglu/Akman publiziert, die darauf hinweist, dass gerade auch schwa­che WLAN-Strahlung gesund­heits­schäd­lich ist.

NAZIROGLU M, AKMAN H (2014): Effects of Cellular Phone – and Wi-Fi – Induced Electromagnetic Radiation on Oxidative Stress and Molecular Pathways in Brain, in: I. Laher (ed): Systems Biology of Free Radicals and Antioxidants, Springer Berlin Heidelberg, 106, S. 2431-2449.                                                                                                    Download: Naziroglu_Akman_2014

Warnungen beachten

Selbst die Behörden und die Telekom warnen, dass WLAN dort, wo Menschen sich dauerhaft aufhalten, nicht genutzt werden soll.

Bedienungsanleitung zum Telekom-WLAN-Router: „Die integrierten Antennen Ihres Speedport senden und empfangen Funksignale bspw. für die Bereitstellung Ihres WLAN. Vermeiden Sie das Aufstellen Ihres Speedport in unmittelbarer Nähe  zu Schlaf-, Kinder- und Aufenthaltsräumen, um die Belastung durch elektromagnetische Felder so gering wie möglich zu halten.“

Umweltbundesamt : „WLAN-Access-Points, WLAN-Router und Basisstationen von Schnurlostelefonen kommen am besten in den Flur oder einen anderen Raum, in dem man sich nicht dauernd aufhält. Schlaf- und Kinderzimmer sind dagegen nicht geeignet. WLAN-Router lassen sich abschalten, wenn man sie nicht benutzt. Besonders nachts ist das empfehlenswert.“

Bundesamt für Strahlenschutz: „Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt generell, die persönliche Strahlenbelastung zu minimieren, um mögliche, aber bisher nicht erkannte gesundheitliche Risiken gering zu halten. Einfache Maßnahmen sind hierfür:

  • Bevorzugen Sie Kabelverbindungen, wenn auf Drahtlostechnik verzichtet werden kann.
  • Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen ständig aufhalten, zum Beispiel am Arbeitsplatz.

Falls vorhanden, stellen Sie die Reichenweitenbegrenzung ein, um die maximale Strahlungsleistung zu reduzieren.“

 Umfangreiches schriftliches Informationsmaterial für Schulen und Eltern zu WLAN:

 https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail&newsid=1256

Ärztekammern fordern Verbot von WLAN an Schulen

In der Erklärung von Nikosia fordern die ‚Zyprische Ärztekammer‘, die ‚Österreichische Ärztekammer‘, die ‚Ärztekammer für Wien‘, sowie das ‚Zyprische Nationale Komitee für Umwelt und Kindergesundheit‘ gemeinsam den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Handystrahlung, sowie das Verbot von WLAN an KiTas und Schulen. Die Pressemitteilung, das Positionspapier und die entsprechenden Übersetzungen finden Sie unter