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Kommt  jetzt das Pilotprojekt „Kleinzellen“ für Stuttgart-West?

 Vor 11 Jahren gründeten 80 Anwohner die Bürgerinitiative Mobilfunk-Stuttgart West gegen den Bau des Sendemasten in der Bismarckstraße 57.  Die Forschung bestätigte alle Befürchtungen über Gesundheitsrisiken der gepulsten Mikrowellenstrahlung der Sendemasten. Heute können wir zurückblicken: unser Einsatz war richtig und hat sich gelohnt. Die evangelische Gesamtkirchengemeinde hat den Masten in der Bismarckstraße auf 2020 gekündigt und unterstützt die Alternative: ein Kleinzellennetz nach dem Modell St. Gallen. Mit neuester intelligenter Technik soll die Strahlungsbelastung minimiert und die Versorgung verbessert werden. Ein solches Projekt hat der Gemeinderat auf Initiative unserer Bürgerinitiative und des BUND KV Stuttgart als Projekt beschlossen, mit den Stimmen von CDU, GRÜNEN und SÖS-LINKE-PluS.

Kernpunkte des Konzeptes: Die  großen, stark strahlenden Mobilfunkmasten haben in Wohngebieten ausgedient.  Sie  werden ersetzt durch viele, schwach strahlende Femtozellen. Dieses Kleinzellennetz erfüllt vier wichtige Forderungen:

  • Es gibt nur ein Netz für alle Nutzer, die Mehrfachbestrahlung entfällt.
  • Die Indoor- und Outdoor-Versorgung werden voneinander getrennt, Wohnungen werden vor Durchstrahlung geschützt.
  • Mit einem Kleinzellennetz wird die Funkstrecke so kurz wie möglich gehalten.
  • Mehr Daten können mit weniger Strahlung übertragen werden

Da der Nutzer immer nahe an einer Funkzelle ist, kann mit minimaler Leistung und Strahlenbelastung  „gefunkt“  werden, sowohl von der Zelle als auch vom Nutzer. In St. Gallen ist das Projekt ein Erfolg. Was braucht es für dieses Projekt:

  •  Alle Haushalte im Westen brauchen einen schnellen Glasfaseranschluss.
  • Die Sendemasten in der Bismarck- , Röte- und Bebelstraße müssen nach Installation der Kleinzellen abgestellt, keine neuen Sendemasten dürfen erstellt werden. Dazu muss die Stadt jetzt schon eine Veränderungssperre erlassen.
  • Die Stadt Stuttgart muss den BUND und die Bürgerinitiative an der Planung beteiligen.

Die evangelische Gesamtkirchengemeinde unterstützt das Projekt. Einen ausführlichen Bericht über das Modell St. Gallen im Diagnose-Funk Brennpunkt. Download auf

http://www.diagnose-funk.org/themen/alternativen/weniger-strahlung—mehr-daten.php

Mehr Informationen im Flugblatt der Bürgerinitiative:BI_Info_2017_03_07_Kleinzellen