Kinder04

Eltern und Erziehungseinrichtungen haben Angst, dass ihre Kinder den Anschluss an die Zukunft verpassen, wenn sie nicht möglichst früh, am besten schon in der Kindertagesstätte, mit dem Smartphone und TabletPC vertraut gemacht werden, weil behauptet wird, sie zu beherrschen sei eine Schlüsselqualifikation für das spätere Leben. Das klingt vordergründig logisch. Vordergründig, weil es genau umgekehrt ist, wie führende deutsche Medienwissenschaftler und Gehirnforscher wie Spitzer, Hüther, Korte, teWildt, Buermann, Lembke und Bleckmann nachweisen.

Wenn die Heranwachsenden den digitalen Medien und ihrer virtuellen Welt zu früh ausgesetzt werden, werden sie nicht zu selbstbestimmten Erwachsenen heranreifen, die sich in der realen Welt zurechtfinden, weil die Geräte die Gehirnentwicklung erheblich stören. Vor dem 16. Lebensjahr treffen sie auf ein Gehirn, das die Anforderungen und Wirkungen der digitalen Geräte noch nicht verarbeiten kann. Die Ausbildung der Fähigkeiten, die man dazu braucht, werden gerade durch den zu frühen Gebrauch der Geräte verhindert. Deshalb stellen die oben genannten Wissenschaftler die These auf: „Medienkompetenz beginnt mit Medienabstinenz“. Die Frage heißt nicht – für oder gegen digitale Medien – sondern es geht darum, dass die Jugendlichen mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter selbständig die Medien beherrschen, statt von ihnen beherrscht zu werden. „Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Produkt”, so bringt der US-Internetpionier Jaron Lanier die Risiken auf den Punkt. Die Kinder dürfen nicht kritiklos konsumierende Untertanen werden, sondern müssen intellektuell und praktisch in der Lage sein, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.

Es sind zwei Risiken, die die Kinder ausgesetzt sind: die psycho-sozialen und die strahlungsbedingten.
Zu beidem gibt es fundierte Informationen.

Risiken durch die Strahlungsbelastung:

Der „Ärztearbeitskreis Digitale Medien Stuttgart“ kritisiert die Einführung von Tablets und WLAN an Schulen . Offener Brief an Sozialministerin Altpeter und Kultusminister Stoch
http://www.diagnose-funk.org/themen/forschung/risikowahrnehmung/aerzte-kritisieren-tablets-und-wlan-an-schulen.php

US-Studie belegt Risiken für Kinder
http://www.diagnose-funk.org/ueber-diagnose-funk/brennpunkt/us-studie-belegt-risiken-fuer-kinder.php

Brennpunkt: Risiken für Kinder durch die Strahlenbelastung von Smartphones, TabletPCs und WLAN besonders hoch
http://www.diagnose-funk.org/ueber-diagnose-funk/brennpunkt/us-studie-belegt-risiken-fuer-kinder.php

Tablet-PCs und andere WLAN-Geräte: Ein Bildungs- und Gesundheitsrisiko für Kinder und Jugendliche
http://www.diagnose-funk.org/ueber-diagnose-funk/brennpunkt/experten-warnen-vor-digitalen-medien.php

Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor Smartphone-Risiken
http://www.diagnose-funk.org/themen/mobiltelefone/bfs-warnt-vor-smartphone-risiken.php

Psycho-Soziale Risiken:
Der Sprecher unserer Bürgerinitiative, Peter Hensinger, hat in der Zeitschrift umwelt-medizin-gesellschaft zu den psycho-sozialen Risiken einen zusammenfassenden Artikel veröffentlicht:
Risiken der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen durch digitale Medien http://www.diagnose-funk.org/themen/bestrahlte-generation/risiken-der-sozialisation-durch-digitale-medien.php

Zusammenfassende Artikel hat Prof. Manfred Spitzer in der Zeitschrift Nervenheilkunde verfasst, sie stehen hier zum Download:
http://www.diagnose-funk.org/themen/bestrahlte-generation/manfred-spitzer-antwortet-kritikern.php

Buchempfehlungen:Lembke_Titel_Klein
Manfred Spitzer: Digitale Demenz
Paula Bleckmann: Medienmündig
Lembke/ Leipner: Die Lüge der digitalen Bildung
Martin Korte: Wie Kinder heute lernen
Renz-Polster / Hüther: Wie Kinder heute wachsen.
Nicholas Carr: Surfen im Seichten. Was das Internet mit unserem Gehirn anstellt.
Bert te Wildt: Digitale Junkies