Stuttgart_West
  • Gutachten_NiessenGutachter: „So hohe Strahlungswerte habe ich noch nirgends gemessen!“

Seit 9 Jahren kämpft unsere Bürgerinitiative gegen einen Mobilfunkmasten. Die Proteste der Bürgerinitiative haben dazu geführt, dass die evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart, auf deren Gebäude der Sendemast steht, das Gebiet ausmessen ließ.

Das Gutachten deckt auf: Das Gebiet ist eine verstrahlte Zone mit Extremwerten. Auf Balkonen und in Wohnungen wurden Werte bis zu 543 000 μWatt/m2 gemessen. Zum Vergleich: Der BUND fordert die Einhaltung von 100 μWatt/m2 als Gefahrenabwehrstandard, in Wohnungen sollen 1 μWatt/m2 nicht überschritten werden! Das vernichtende Urteil des Gutachters für den Stuttgarter Westen:

„Dass es sich hier um ungewöhnlich hohe Immissionen handelt, zeigen nicht nur viele vergleichbare Messungen des EMF-Institutes, bei denen in keinem Fall Immissionen in dieser Höhe aufgetreten sind.“

Im Gegensatz zu fast allen vorherigen Messungen wurde dort gemessen, wo die Menschen wohnen und der Haupstrahl auftrifft. Die Bundesnetzagentur hatte in Messungen, die die Stadt Stuttgart 2006 veranlasst hatte, nur auf Straßenniveau gemessen, bewusst nicht in den belasteten oberen Stockwerken. Gelinde gesagt: so wird der Bürger getäuscht. Wir forderten 2012, dass das Gutachten im Umwelt und Technik Ausschuss des Gemeinderats diskutiert wird. Denn: diese hohe Strahlenbelastung wird kein Einzelfall sein. Der damalige Oberbürgermeister Schuster, heute Lobbyist der Telekom, verhinderte das. Nun setzen wir darauf, dass sich Oberbürgermeister Fritz Kuhn endlich dieser gesundheitsgefährdenden Realität stellt.

Zusammenfassung_Gutachten_S_West_2011
Info 19_BI_S-West_2012
Stadtblatt_1202_Mobilfunk