umg_3_2009Die Politik flankiert die Entwarnungsbemühungen der Industrie. Immer wieder operieren Politiker mit dem Argument, es gäbe 20 000 Studien zum Mobilfunk, und keine einzige zeige ein Gesundheitsrisiko.
Das ist schlicht eine Lüge. Das EMF-Portal, Datenbank der Bundesregierung und Referenzportal der WHO, ordnet 1142 Studien (Stand 21.03.2015) dem Mobilfunk zu. Davon zeigen nach der internen Auswertung des Ressorts Wissenschaft von Diagnose-Funk e.V. 650 Studien biologische Effekte.

Ausführliche Informationen zum Stand der Forschung:

www.mobilfunkstudien.org und www.diagnose-funk.de

Auf den Homepages von Diagnose-Funk e.V. stehen zum Download die „Brennpunkte“ mit Übersetzungen wichtiger Studien, der Studienreport und die vierteljährlichen Studienrecherchen.

Wir haben es bei der Strahlenbelastung mit drei Hauptquellen zu tun: Den Mobilfunkmasten (GSM, UMTS, LTE, TETRA), Millionen WLAN HotSpots und den Endgeräten (DECT-Telefone, SmartPhones, Tablets, WLAN-Spiele, vernetze Haushaltsgeräte etc.).

Die mit riesigem Werbeaufwand erzeugten Wünsche nach immer neuen SmartPhones und TabletPCs und ihren Anwendungen sind heute so stark, dass man Risiken wegen des kurzfristigen Nutzens verdrängt. Der Staat und die Medien klären über die Risiken nicht auf, obwohl sie inzwischen durch hunderte Forschungsergebnisse bestätigt werden. Hier einige besonders brisante Beispiele, die v.a. die Kinder und Jugendlichen betreffen:

• Von 27 Studien zeigen 22 schädigende Effekte auf Spermien. Das renommierte ECOLOG-Institut veröffentlichte bereits 2011 dazu einen Forschungsüberblick. Dieses Ergebnis ist bedeutend, denn Smartphones und TabletPC‘s werden v.a. in der Nähe der Fortpflanzungsorgane genutzt: der Laptop auf dem Schoß, das Smartphone in der Hosentasche.
• Studien zeigen, dass Embryos geschädigt werden. Schwangeren wird geraten, auf das Handy ganz verzichten.
• Die IARC der WHO gruppierte 2011 die nicht-ionisierende Strahlung in die Kategorie 2B „möglicherweise krebserregend“ ein.
• Mobilfunkstrahlung beschleunigt die Krebsentwicklung. Im Frühjahr 2015 wurden dies durch eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz bestätigt.
• Ein bis zu 5-fach erhöhtes Risiko für Gehirntumoren haben Vieltelefonierer. In Italien hat das höchste Gericht in Rom einem Angestellten bestätigt, dass sein Hirntumor vom Dauertelefonieren kommt und ihm eine Entschädigung zugesprochen.
• Die Hauptstrahlenbelastung – v.a. für Kinder und Jugendliche – geht von der körpernahen Nutzung von SmartPhones und TabletPCs und deren WLAN-Strahlung aus. Die Millionen WLAN HotSpots, die parallel zu den Mobilfunknetzen installiert werden, erhöhen die Strahlenbelastung enorm. Dadurch bekommen die Forschungsergebnisse zu WLAN eine besondere Bedeutung. Diagnose-Funk eine Studienrecherche mit 52 Studien zu WLAN veröffentlicht, die das gesundheitsschädigende Potential nachweisen.
• Im Springer Reference-Book „Systems Biology of Free Radicals and Antioxidants“ wird in dem Artikel „Effects of Cellular Phone- and Wi-Fi-Induced Electromagnetic Radiation on Oxidative Stress and Molecular Pathways in Brain“ aufgrund der Gesamtstudienlage darauf hingewiesen, dass gerade auch schwache WLAN-Strahlung gesundheitsschädlich ist.
• Die Auswertung (Review) von 100 Studien durch die Forschergruppe um Igor Yakymenko am Kiewer Institut für experimentelle Pathologie, Onkologie und Radiobiologie ergab, dass von begutachteten 100 Studien 93% ( = 93 Studien) den Schädigungsmechanismus „Oxidativer Stress in Zellen“ u.a. durch eine Überproduktion von freien Radikalen nachweisen. Die Übersetzung der Studie ist als Diagnose-Funk Brennpunkt erschienen. Dies könne zur Entstehung einer Reihe von gesundheitlichen Beschweren wie Erschöpfung und Kopfschmerzen genauso beitragen wie zu Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen, so die Studienautoren.
• Wirkmechanismus nicht-ionisierender Strahlung aufgedeckt. In einer neuen Forschungsarbeit „Die Polarisation: Ein wohl entscheidender Faktor für das Verständnis biologischer Effekte von elektromagnetischer Strahlung niedriger Intensität“ (2015),  veröffentlich in dem angesehenen wissenschaftlichen Fachjournal „Scientific Reports“ (eine Online-Zeitschrift die von der Nature Publishing Group herausgegeben wird) zeigen die Forscher Dr. Dimitris J. Panagopoulos (Universität Athen, Griechenland), Prof. Olle Johansson (Karolinska Institut, Stockholm, Schweden) und Dr. George L. Carlo (Institute for Healthful Adaptation, Washington, DC, USA) dass eine Eigenschaft der EMF wohl für die Bioeffekte von schwacher technischer EMF verantwortlich ist: die Polarisation.