Der Aufbau der 5 G – Infrastruktur soll ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Bevölkerung durchgezogen werden. Der baden-württembergische Innenminister Minister Strobl kündigte dies vor Bürgermeistern an: „5G bedeutet jedoch eine Verdoppelung bis zu einer Verzehnfachung der Sendemasten. Zur Beseitigung der Funklöcher brauchen wir schon jetzt deutlich mehr Sendemasten im Land“, so Strobl. „Ich habe den privaten Mobilfunkbetreibern gesagt: Eure Ausrede, keinen Standort für eine Sendeanlage zu finden, zählt nicht, das ist Vergangenheit“, so der Innenminister. An die Bürgermeister richtete er folgende Worte: „Ihr dürft wegen jedes einzelnen Sendemasten zu mir kommen und ich sorge dafür, dass er aufgestellt wird.““(1)

In der Sache ist er sich mit seinem GRÜNEN Ministerpräsidenten Kretschmann einig, nur bevorzugt der eine andere Taktik: „Mir wäre auch lieber, wenn es uns gelänge, die Menschen und Firmen im Land rascher mit schnellem Internet und dem neuen Mobilfunkstandard 5G zu versorgen, den man zum autonomen Fahren braucht. Und was die flächendeckende Versorgung mit 5G betrifft, will ich nicht verschweigen, dass dabei auch auf die Bevölkerung noch einiges zukommen wird. Denn klar ist: Wir werden dafür wesentlich mehr Sendemasten benötigen als heute. Da wir Grünen aus der kritischen Bevölkerung kommen, haben wir aber eine große Erfahrung damit, die Menschen mitzunehmen. Insofern bin ich sicher, dass wir bei der digitalen Infrastruktur den Anschluss schaffen werden“ (Interview in der Stuttgarter Zeitung,  24.07.2018)(2).

(1) https://www.rnz.de/nachrichten/buchen_artikel,-bessere-mobilfunkversorgung-das-land-braucht-mehr-sendemasten-_arid,375457.html

(2) https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kretschmann-zum-wandel-der-autobranche-wir-duerfen-uns-nicht-abhaengen-lassen.772dd75d-8d84-42d2-9151-8c8336921555.html