Einwohnerversammlung Stuttgart-West: Bürgerinitiative kritisiert Stadtpolitik

Auf der Einwohnerversammlung Stuttgart-West in der Liederhalle am 11.02.2019 verteilte unsere Bürgerinitiative ein Infoblatt, den 5G-Flyer von diagnose:funk und hielt zwei Redebeiträge.

Infoblatt der Bürgerinitiative, verteilt an alle BesucherInnen: BI_Info_20190211

Der erste Beitrag kritisiert den Beschluss der Stadt Stuttgart, dass sie dem Bürger erst Auskunft über neue Standorte von neuen Mobilfunkmasten gibt, wenn die Masten bereits gebaut sind. Begründung des Baubürgermeisters: Weil Unternehmensinteressen geschützt werden müssen. Peter Hensinger, Sprecher der Bürgerinitiative dazu, dazu: „Sie sind von uns Bürgern gewählt, und nicht von der Industrie. Ich fordere sie im Namen vieler AnwohnerInnen auf, die geplanten Standorte bekannt zu geben!“ Großer Beifall. Doch in seiner Antwort wiederholte Baubürgermeister Pätzold (GRÜNE), dass von diesem Beschluss aus rechtlichen Gründen nicht abgewichen werde. Auf die Kritik zum geplanten 5G-Ausbau, der fehlenden gesellschaftlichen Debatte dazu, antwortete Oberbürgermeister Fritz Kuhn (GRÜNE) sinngemäß: Der zügige 5G Ausbau sei für das autonome Fahren und die Arbeitsplätze in Stuttgart von großer Bedeutung. Als Oberbürgermeister müsse er zwischen Risiken und Industrie- und Arbeitsplatzinteressen den Kompromiss suchen. Im Rahmen der Bürgerversammlung war keine weitere Diskussion möglich.

Lesen Sie den ganzen Redebeitrag: Hensinger_Buergervers_West_190211

Den zweiten Beitrag hielt eine Mutter, Elternbeirätin und Mitglied unserer Bürgerinitiative:

  • Mein Sohn geht auf das Schickhardt Gymnasium.
  • Dort wurde WLAN ohne Konzept in jedem Klassenzimmer eingerichtet.
  • 700 Kinder und Lehrer sitzen 8-9 Stunden jeden Tag direkt vor dem Router und werden mit 4500 µW dauerbestrahlt! Der BUND fordert 1 µW/m2…
  • Wenn schon die Telekom in ihren Gebrauchsanweisungen aus gesundheitlichen Gründen davor warnt, Router nicht in Kinderzimmern aufzustellen, was ist dann ein Klassenzimmer? Selbst das Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor der WLAN Strahlung.
  • Wie kann es dann sein, dass WLAN direkt in den Klassenräumen installiert wird?
  • Warum lässt die Stadt als Schulträger diese Gesundheitsschädigung zu?
  • Warum gibt es keine Auflagen?

Antwort des Baubürgermeisters: „..ach WLAN…das ist ja mal was Neues! Da müssen wir uns mal kundig machen.“ Mehr kam nicht.